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Spielerisch lernen

Wenn ein Spiel Neugier ohne Vortrag vermittelt

Wie interaktive Systeme zum Experimentieren einladen und MITs Maker-Lernforschung Selbstbestimmung vor Erklärung stellt.

  • 8 Min. Lesezeit
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Ein junger Spieler untersucht reagierende Hinweise auf einer sonnigen Wiese auf dem Weg zu einem beweglichen Observatorium
Illustration aus dem Journal

In einem Spiel zu lehren ist nicht dasselbe, wie eine Lektion in ein Spiel zu stecken. Der Spieler braucht eine lohnende Frage, ein System, das ehrlich antwortet, und genug Raum, eine Hypothese zu bilden, bevor die Erklärung kommt.

Neugier beginnt mit einer Frage

Ein Spiel lehrt, wenn der Spieler wissen möchte, was als Nächstes passiert. Dieser Wunsch kann mit einer sichtbaren Unstimmigkeit, einem reagierenden Objekt oder einer einfach prüfbaren Regel beginnen. Der Spieler wartet nicht, bis das Tutorial endet; er baut bereits ein Modell auf.

Das Modell darf falsch sein. Das ist Teil seines Werts. Ein sicherer Fehler gibt einen neuen Beleg und lässt die Autorenschaft auf der Seite des Spielers.

Quellen1Turakhia, D. (2022, July 14). 3 Questions: Teaching computational maker skills through gaming. MIT News.2Przybylski, A. K., Rigby, C. S., & Ryan, R. M. (2010). A motivational model of video game engagement. Review of General Psychology, 14(2), 154–166.

Machen ist eine Form des Denkens

MIT News beschreibt Arbeit, die computergestützte Maker-Fähigkeiten durch Spielen vermittelt und spielähnliche Tätigkeiten mit Schaffen und Tüfteln verbindet. Der Beitrag ist ein Hochschulbericht, keine randomisierte Bewertung jedes spielbasierten Lernergebnisses. Die nützliche Aussage betrifft also die Designhaltung: Lernende etwas schaffen, dessen Reaktion sehen und das Ergebnis teilen lassen.

Diese Haltung macht Erklärung zur Folge einer Tätigkeit. Ein Spieler versteht ein System tiefer, wenn die Erklärung eine Frage beantwortet, die er bereits in seinen Händen gespürt hat.

Quellen1Turakhia, D. (2022, July 14). 3 Questions: Teaching computational maker skills through gaming. MIT News.

Die OutBrick-Frage

OutBricks Felder sind klein genug für eine gezielte Frage: Wenn dieser Stein zuerst bewegt wird, welche Bahn bleibt offen? Der Spieler kann probieren, zurücknehmen, vergleichen und schließlich die Beziehung erkennen. Das Spiel muss dies nicht Lektion nennen, damit der Spieler Schlussfolgern übt.

Entscheidend ist wahrheitsgetreue Rückmeldung. Ein Zug sollte das Feld so verändern, dass der Spieler es prüfen kann. Ein Geheimnis kann anfangs Neugier wecken, aber Klarheit lässt Neugier zu Verständnis werden.

  • Die Frage im Aufbau zeigen
  • Experimente umkehrbar machen
  • Rückmeldung geben, die den Zustand erklärt
  • Ein besseres Modell belohnen, keinen glücklichen Zufall

Quellen1Turakhia, D. (2022, July 14). 3 Questions: Teaching computational maker skills through gaming. MIT News.3Ma, S. L. L. L., Bechard-Evans, M., et al. (2019). The use and effect of video game design theory in the creation of game-based systems for upper limb stroke rehabilitation. JMIR Serious Games, 7(2), e12131.

Mit einer besseren Frage gehen

Ein gutes Lernspiel beendet nicht jede Runde mit einer Punktzahl, die den Spieler angeblich zusammenfasst. Es hinterlässt eine präzisere Frage fürs nächste Feld. Das ist ein leiseres Fortschrittsmaß, gehört aber oft dem Spieler selbst.

OutBricks Version des Lehrens ist bescheiden: jemandem helfen, eine Beziehung zu erkennen, eine bewusste Entscheidung zu treffen und zu spüren, dass seine Aufmerksamkeit verändert hat, was möglich wurde.

Quellen1Turakhia, D. (2022, July 14). 3 Questions: Teaching computational maker skills through gaming. MIT News.4Granic, I., Lobel, A., & Engels, R. C. M. E. (2014). The benefits of playing video games. The American Psychologist, 69(1), 66–78.

APA 7

Literatur

Die Quellen sind in ihrer Originalsprache angegeben. Wo eine Quelle die eigene Geschichte eines Studios oder ein Pressebericht ist und keine Studie, steht das im Artikel direkt neben der Aussage.

  1. Turakhia, D. (2022, July 14). 3 Questions: Teaching computational maker skills through gaming. MIT News. news.mit.edu/2022/3-questions-dishita-turakhia-teaching-computational-maker-skills-through-gaming-0714 (öffnet in einem neuen Tab)
  2. Przybylski, A. K., Rigby, C. S., & Ryan, R. M. (2010). A motivational model of video game engagement. Review of General Psychology, 14(2), 154–166. doi.org/10.1037/a0019440 (öffnet in einem neuen Tab)
  3. Ma, S. L. L. L., Bechard-Evans, M., et al. (2019). The use and effect of video game design theory in the creation of game-based systems for upper limb stroke rehabilitation. JMIR Serious Games, 7(2), e12131. pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6453078 (öffnet in einem neuen Tab)
  4. Granic, I., Lobel, A., & Engels, R. C. M. E. (2014). The benefits of playing video games. The American Psychologist, 69(1), 66–78. doi.org/10.1037/a0034857 (öffnet in einem neuen Tab)

Geschrieben von

Mourad Hamdi

Mourad macht kleine, durchdachte Spiele für die Zeit zwischen zwei Aufgaben. OutBrick ist sein laufendes Experiment für ruhigeres Spielen.

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